#27 // KW46 // 17.11.2022 // Das Clown-Karussell dreht sich weiter đŸ€ĄđŸŽ 

Keine gute Woche fĂŒr den Krypto-Markt. Wir schauen uns an, was sich in den letzten sieben Tagen getan hat und widmen uns kurz dem PhĂ€nomen von Fake-Bitcoins.

Block Height 763615 ‱ Price 16.500 USD ‱ Preis 15.925 EUR ‱ WoW -4.6% ‱ MVRV 0,8 ‱ Market đŸ»đŸ»đŸ»

// Today's Menu 📜

  • FTX war Fiat-Betrug im Kryptomantel đŸș
  • Wer Börsen nutzt, ohne zu hinterfragen, ist selber Schuld đŸ„
  • Krypto-Regulierung ist gut fĂŒr Bitcoin ⚖

// Starter 🍾

Eigentlich wollte ich diese Woche schon wieder ein anderes Thema behandeln, aber es passiert gerade so viel rund um FTX, dass es nicht möglich ist, die Ereignisse der letzten Woche in einer kleinen News Section abzufrĂŒhstĂŒcken. Schonmal vorweg, es wird diesmal sehr Link/Twitter lastig und macht eigentlich nur richtig Spaß, wenn man sich die Zeit nimmt, die jeweiligen verlinkten Tweets tatsĂ€chlich aufzurufen, und die darunter beheimateten Kommentare und weiterfĂŒhrenden Links zu lesen.

// Primi 🍝

Wie schon gesagt, werde ich mich in diesem Teil dem aktuell unumgĂ€nglichen Thema FTX/ Alameda/ SBF/ Caroline widmen. Da es zur Zeit eine unbegreifliche und nicht zu ĂŒberblickende Menge an Informationen und GerĂŒchten zu dem Thema gibt, werde ich versuchen mich auf die meist besprochenen Punkte zu konzentrieren und werde darĂŒber hinaus versuchen, die Themen in die Kategorien Updates, Spekulationen, Auswirkungen und Fake-Bitcoin einzuordnen, wobei letzteres Themenfeld eigentlich mehr meiner persönlich Erkenntnissuche dient, als Neuigkeiten rund um FTXALMDSBF zu beleuchten.

Ich habe nicht den Anspruch, jedes GerĂŒcht, jede Äußerung eines Betroffenen oder Schuldigen, jede genaue Entwicklung zu besprechen, aber ich werde versuchen, eine Übersicht der VorgĂ€nge zu zeichnen, die dabei helfen soll, die Entwicklung bei vielen betroffenen Teilnehmern einzuordnen.

Updates

Bankman-Fried Resigns From FTX, Puts Empire in Bankruptcy
Sam Bankman-Fried’s digital-asset empire filed for Chapter 11 bankruptcy, capping the downfall of one of crypto’s wealthiest and most influential moguls and his collection of high-flying ventures including exchanges and a massive trading operation.
LINK wegen Paywall

Also zuallererst, und das dĂŒrfte zu diesem Zeitpunkt niemandem wirklich neu sein, ist FTX offiziell bankrott. Und damit auch FTX US und auch Alameda Research und damit auch SBF und damit auch ĂŒber 130 andere mit FTX verbundene Firmen. FTX hat Chapter 11 angemeldet, was Ă€hnlich wie bei Celsius dazu fĂŒhren wird, dass alle Investoren, Anleger und sonstige verbundene Personen und Unternehmen veröffentlicht werden dĂŒrften.

Der Grund, warum Chapter 11 gerne und sofort von in Schieflage geratenen Firmen als letztes Hilfsmittel herangezogen wird, ist, dass es Zeit kauft. Denn zunĂ€chst hindert es jegliche GlĂ€ubiger daran, ohne die Erlaubnis eines Gerichts Forderungen geltend zu machen. Wenn sich ein interessierter KĂ€ufer findet, dĂŒrfen in einem Chapter 11-Prozess die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausgewĂ€hlt werden, die der KĂ€ufer ĂŒbernehmen möchte. Solche Vermögenswerte können aus Kundendaten, Technologie/IP, verbleibenden Krypto-Vermögenswerten, Lizenzen oder Krediten bestehen. Wenn ein potentieller KĂ€ufer auftritt und somit versuchen wĂŒrde, FTX-Kunden zu retten, ist es sinnvoller dies aus solch einem Chapter 11 heraus zu tun, da alles, was unattraktiv erscheint, zurĂŒckgelassen werden kann. Somit ist ein Chapter 11-Antrag eine gute Sache, weil es das Unternehmen erst mal einfriert und alle Spielereien und Schlupflöcher (z.B. das Bahamas-Loophole (dazu gleich mehr)) stoppt und Zeit verschafft, eine vernĂŒnftige Lösung zu finden. Es gibt also noch ein kleines Szenario, in dem Kunden potentiell ihre Einlagen zurĂŒckbekommen, wenn ein Voyager-Ă€hnlicher Deal zustande kommt.

Das ganze Ausmaß der Verstrickungen von FTX und Alameda zu anderen Unternehmen, Investoren und Handelsplattformen ist schwierig zu ĂŒberblicken, doch wie schon letzte Woche gesagt, ist es wahrscheinlich, dass KollateralschĂ€den nicht ausbleiben dĂŒrften. Viele bekannte Investmentfonds, wie Tiger Global oder SoftBank, sind investiert, aber auch andere Kryptofirmen und ganze Plattformen, wie Solana oder Aptos, sind direkt und indirekt mit FTX / Alameda verbunden.

Hier noch eine Übersicht an Firmen und Plattformen, die in irgendeiner Weise, sei es durch Kooperationen, direkte Investments, als Nutzer von Dienstleistungen, usw. mit FTX / Alameda zu tun haben oder hatten. Das Ausmaß der Verstrickungen ist immens.

Tweet Miles Deutscher

FTX war auch direkter Kooperationspartner und Werbesponsor von vielen bekannten Unternehmen, die sich natĂŒrlich schnell ĂŒberworfen haben, diese Kooperationen oder Werbedeals zeitnah zu beenden.

NBA’s Miami Heat to terminate relationship with FTX, will get new arena name
The NBA’s Miami Heat and Miami-Dade County have terminated their relationship with bankrupt cryptocurrency exchange FTX and will search for a new naming rights partner for their arena in downtown Miami.
Visa has terminated global debit card agreements with FTX
Visa Inc , the world’s largest payments processor, said on Sunday it was severing its global credit card agreements with collapsed crypto exchange FTX.
Mercedes F1 Team Suspends FTX Partnership
The Mercedes-AMG Petronas Formula One team said it is suspending its partnership with FTX as the crypto exchange grapples with a massive funding shortfall that has destabilized
LINK wegen Paywall

Diese Woche hat auch viele berĂŒhmte Personen in BedrĂ€ngnis gebracht, da diese als Werbefiguren öffentlich auf Social Media, aber auch in offiziellen FTX-Werbespots beim Superbowl fĂŒr die Dienste von FTX warben.

Spekulationen

Abgesehen von Berichten ĂŒber Orgien, veganen Wohngemeinschaften, Gebrauch und sogar Anregung zum Konsum von Drogen, Theorien ĂŒber Verbindungen zum Ableben von eines Programmierers in Puerto Rico, Informationen ĂŒber SBFs League of Legends Sucht, seiner privaten Romanze mit Alameda CEO Caroline Ellison, einem daraus entstandenen Sextape, HinterzimmergesprĂ€chen mit SEC Boss Gary Gensler, gibt es noch viele Theorien ĂŒber die Gesundheit, bzw. die finanzielle Situation von Unternehmen / Krypto-Börsen mit einem Ă€hnlichen GeschĂ€ftsmodell wie dem von FTX.

So sind zur Zeit auch Binance, Crypto.com, oder KuCoin im GesprĂ€ch sehr problematisch zu sein. Besonders Börsen, die ihre eigenen Token (vergleichbar mit FTT bei FTX) herausgeben, oder hohe "RĂŒcklagen" in Meme-/ Schrott-Token halten, stehen im Rampenlicht und werden genauestens beobachtet. Dass Krypto-WĂ€hrungen, egal wie sinnvoll oder nicht, auf Blockchain-Technologie laufen, ist hier zumindest von Vorteil, da es Nutzern die Möglichkeit bietet, große Wallets, die öffentlich bekannt sind und mit Unternehmen assoziiert werden können, leicht zu analysieren.

Kumpel Otter liefert wieder

So wurde zum Beispiel auch schnell das sogenannte Bahamas-Loophole bekannt, das sich einige Anleger zunutze machten, um fĂŒr KYC-Konten auf den Bahamas zu bezahlen, indem sie FTX-Mitarbeiter bestechen, um diese fĂŒr sie einzurichten.

Dies ermöglichte einigen wenigen Nutzern, Vermögenswerte aus FTX herauszuschleusen, indem unter anderem NFTs von einem bahamaischen VerkĂ€ufer verkauft wurden, die genau dem Guthaben auf betroffenen Konten entsprachen. Dieser VerkĂ€ufer war dann in der Lage, den Erlös abzuheben und ihn an den KĂ€ufer zurĂŒckzufĂŒhren, nachdem eine saftige GebĂŒhr gezahlt wurde. Wie viel diese Bahamas-KYC-Accounts genau fĂŒr dieses Loophole verlangen, ist unklar, aber es ist anzunehmen, dass Nutzer hohe Summen zahlen, um noch irgendetwas zu retten. Und auch hier zeigt sich wiedermal, dass diejenigen, die ĂŒber genug finanzielle Mittel oder Beziehungen verfĂŒgen, diejenigen sind, die mit einem blauen Auge davonkommen dĂŒrften, wĂ€hrend kleine Retail-Anleger ihr komplettes Guthaben verlieren werden.

Ein weiterer Umstand kam hinzu, als die Nachrichten die Runde machten, dass FTX zu guter Letzt auch noch gehackt wurde. Sowohl die FTX Webseite als auch die App sollen mit schadhafter Software versehen worden sein und Hacker haben Guthaben im Wert von mehreren 100 Millionen US Dollar verschoben.

Zweite und dritte Ordnung

Neben den direkten AusfĂ€llen und der Insolvenz von FTX / Alameda gibt es auch Auswirkungen zweiter und dritter Ordnung. Denn Firmen, die grĂ¶ĂŸere Summen auf  FTX geparkt haben, sind nun selbst insolvent. So ist BlockFi betroffen, die direkt von FTX einen 400 Millionen US Dollar Kredit erhalten haben.

Und viel schlimmer noch ist Genesis betroffen (doofer Name). Das Schwesterunternehmen von Firmen wie Grayscale oder Coindesk (sieht hier jemand die Ironie des Ganzen?) unter dem Dach von Digital Currency Group, ist ein Dienstleister fĂŒr institutionelle Investoren bietet Finanzdienste fĂŒr viele andere große Unternehmen im Krypto-Markt, wie zum Beispiel auch Gemini.

Dies wiederum ist ein großes Problem fĂŒr Unternehmen wie Gemini, die neben ihrer Börse auch Dienstleistungen, wie "Earn" anbieten, wo Nutzer ihr Guthaben verleihen können, um somit Zinsen oder "Yield" zu generieren. Dieses Guthaben in Form von Krypto-WĂ€hrungen, aber auch Bitcoin, gibt Gemini weiter. An wen wohl? Richtig, Genesis!

Aber auch zum Beispiel Ikigai, eine Investmentfirma, die sich auf Krypto-Asset-Management spezialisiert, kĂŒndigten an, den Großteil ihres Vermögens bei FTX gelagert zu haben und somit das Geld seiner Anleger verloren zu haben.

Screenshot, weil Tweet mitlerweile gelöscht wurde

Die letzten Tage glichen einem Bankrun, nur ohne dass ihn jemand bemerkt hat, da keine Schlangenbildung vor BacksteingebĂ€uden und keine Polizei, die einen wĂŒtenden Mob mit Fackeln und Mistgabeln in Schach halten muss, mit großen Bildern in der Presse gelandet sind. Die Wut der betroffenen Menschen hat sich auf Social Media, besonders auf Twitter, als eine Art stille Wut entladen und das in einem Medium, das bereits als wĂŒtender und toxischer Mob einen schlechten Ruf genießt. Erst wenn große Namen an die Öffentlichkeit gehen (mĂŒssen), wird sich zeigen, welche Kreise das Ganze tatsĂ€chlich gezogen hat.

Wie man sieht, leidet die gesamte Krypto-Industrie unter einem tief verflochtenen Counterpartyrisk, das durch Luftbuchungen, aufgeblĂ€hte Bilanzen, zu hoch bewertete Vermögenswerte und Karussell-Deals in sich zusammenfĂ€llt. Genau dies fĂŒhrt mich auch zum nĂ€chsten Punkt, da ich mir wahrscheinlich selbst nie richtig Gedanken darĂŒber gemacht habe, dass gerade Bitcoin, als wertvolles und sicheres Asset, gerne als Sicherheit fĂŒr diese Art von Transaktionen genutzt wird - oder vermeintlich genutzt wird.

Eine weitere Auswirkung dritter Ordnung wird wohl in Form von stĂ€rkerer Regulierung des Markts stattfinden. Doch das ist meines Erachtens eine gute Sache, da es dabei helfen wird, mehr Sicherheit und Klarheit in den Krypto-Markt zu bringen. Dies wird dann langfristig dazu fĂŒhren, dass Nutzern der Unterschied zwischen Krypto-WĂ€hrungen und Bitcoin, aber auch zwischen Spekulation und langfristiger Verwahrung klar wird. Die öffentliche Meinung und die Presse sind immer noch nicht in der Lage, zwischen Bitcoin und anderen KryptowĂ€hrungen, sowie zwischen dem Markt als ganzem und verschiedenen einzelnen undurchsichtigen Spielern zu unterscheiden. Regulierung dieser Krypto-Firmen und hoffentlich damit einhergehende Untersuchungen von offensichtlich betrĂŒgerischen GeschĂ€ftsmodellen, wie Ripple oder Nexo, wird fĂŒr diese Art von Markt unabdingbar sein. Anders fĂŒr Bitcoin, denn die FunktionalitĂ€t oder Verwendung von Bitcoin lĂ€sst sich nicht regulieren.

Ich wĂŒrde nicht soweit gehen zu behaupten, wie das viele momentan tun, dass der FTX Kollaps ein geplantes Manöver war, um genau dieser Art von Regulierung RĂŒckenwind zu liefern, allerdings ist das Timing schon beachtlich:

Fake-Bitcoin

Denn tatsÀchlich wird in den meisten FÀllen Bitcoin selbst gar nicht genutzt, sondern Papier-Bitcoin, also nur das Versprechen, Bitcoin zu zahlen, gehandelt. Es wurden also anstatt von Bitcoin-Buchungen nur Versprechungen bzw. Coupons gebucht und als DatenbankeintrÀge verrechnet.

FTX hatten nicht einen einzigen Bitcoin, wies jedoch 1.4 Milliarden US Dollar an Bitcoin Verbindlichkeiten aus. Ich wiederhole es nochmal, weil es mich ratlos macht: FTX hatten nicht EINEN bitcoin, null, nada, nichts! TatsÀchlich hatten sie sogar LeerverkÀufe gegen Bitcoin offen, also sogenannte Naked Shorts, oder ungedeckte LeerverkÀufe, was bedeutet, dass zum Zeitpunkt des Verkaufs noch kein Eigentum am leer verkauften Asset vorhanden war. Jegliche Bewegungen von Bitcoin auf FTX waren nur DatenbankeintrÀge, die suggerierten, dass Bitcoin vorhanden war.

Ähnlich verhĂ€lt es sich mit DeFi Börsen, also Algorithmus gesteuerten Börsen, die auf Plattformen wie Ethereum oder Solana laufen, denn auch diese Protokolle bieten den Handel mit Bitcoin an, nur wird nie wirklich Bitcoin gehandelt, sondern sogenannte wrapped Tokens. Diese sind nur ein Abbild von Bitcoin und ermöglichen den Verkehr von Tokens auf diesen anderen Plattformen. Wenn also jemand auf einer dieser Plattformen Bitcoin erwirbt, schlĂ€gt sich das nicht unmittelbar auf den Kurs von Bitcoin aus, da der KĂ€ufer renBTC, wrBTC, BTCB, usw. erwirbt. Das hat verschiedene Konsequenzen, aber fĂŒr Bitcoin direkt ist wohl die grĂ¶ĂŸte Konsequenz, dass es dazu gefĂŒhrt haben muss, dass Bitcoin so stark unterbewertet ist, wie es das zur Zeit der Fall ist, da es eine immense Schattenmenge an Handel mit Bitcoin gibt, die nicht zum eigentlichen Handelsvolumen beitrĂ€gt und somit eine korrekte marktwirtschaftliche Preisfindung unmöglich macht. Wichtig ist zu betonen, dass die ganze Sache nichts an den Fundamentals von Bitcoin Ă€ndert. Bitcoin ist und bleibt das einzige digitale Asset und der Preissturz auf "nur" 16.000 zeigt (also nur rund 4% niedriger als das Juni-Tief), dass selbst ein katastrophaler Event dieses Ausmaßes nicht an den Grundfesten zu rĂŒtteln vermag und Bitcoin sehr widerstandsfĂ€hig dasteht.

Zusammengefasst gibt es zwei Arten von Fake-Bitcoin: 1) Bitcoin-Schuldscheine in Form von DatenbankeintrĂ€gen bei den Börsen. Also Nutzer kauft Bitcoin auf Börse, Börse zeigt dem Nutzer ein Guthaben, das den Kursschwankungen von Bitcoin ausgesetzt ist, aber es wird kein Bitcoin als tatsĂ€chlicher Gegenwert gesichert. Dies ist nichts anderes als Fractional Reserve Banking im traditionellen Finanzsystem, wo Banken Kredite ausgeben, die die Einlagen ihrer Kundschaft deutlich ĂŒbersteigen. Und obwohl es bei Bitcoin keine zentrale Instanz gibt, die die Ausgabe von Bitcoin kontrolliert, ist es diesen Börsen in diesem System möglich, die Anzahl von Bitcoin-Schuldscheinen oder Papier-Bitcoins zu beeinflussen. 2) Bitcoin-Wrappers auf DeFi Swaps, die Bitcoin fĂŒr den Handel auf anderen Plattformen zur VerfĂŒgung stellen. In der Theorie muss fĂŒr jeden Bitcoin, der z.B. fĂŒr Ethereum oder Solana "verpackt" wird ein Bitcoin als Gegengewicht eingefroren werden, allerdings ist es fragwĂŒrdig, dass dies mit 100%er Sicherheit passiert, und zweitens kann es sein, dass anstatt Bitcoin wieder nur Papier-Bitcoin als Sicherheit eingefroren wird, was dem Domino-Effekt wiederum sehr zutrĂ€glich ist.

Neben den Auswirkungen des Handels mit Fake-Bitcoin, bleibt allerdings auch festzuhalten, dass Bitcoin und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit auch direkt unter dem Debakel gelitten haben dĂŒrfte, denn Jahre des Fortschritts, den die harte Arbeit großer Unternehmer und Prediger in der Bitcoin-Community vorangetrieben hat, sind beschĂ€digt worden. Es wird viel Arbeit kosten, das Vertrauen wieder aufzubauen und Nutzer, die sich die Finger verbrannt haben, davon zu ĂŒberzeugen, dass es einen Unterschied gibt und dass Bitcoin nichts mit diesen Spekulationen und undurchsichtigen Machenschaften einzelner Akteure zu tun hat.

Es ist und bleibt alles eine riesengroße Clownveranstaltung. Nur einen positiven Silberstreif habe ich gefunden. Denn ich hatte letzte Woche von meiner Sorge gesprochen, die insolventen Unternehmen wĂŒrden ihre letten liquiden Mittel in Form von Bitcoin auf den Markt werfen, was einen Preisdruck nach unten erzeugen wĂŒrde. Der große Ausverkauf ist aber ausgeblieben...weil scheinbar hatte ja niemand wirklich Bitcoin zu verkaufen 😛

Es gibt nichts Besseres als die Selbstverwahrung von Bitcoin, wenn man sein Erspartes schĂŒtzen will. Finger weg von Börsen, wie Coinbase, Binance oder KuCoin. Es gibt viele Möglichkeiten Bitcoin sicher zu erwerben und dann sicher zu verwahren. Im Zweifelsfall kann man immer nachfragen, es gibt niemanden in der Bitcoin-Community, der nicht sowieso den ganzen Tag ĂŒber nichts anderes sprechen will.

🚹
HOLT EUER GELD VON DEN BÖRSEN! NOT YOUR KEYS, NOT YOUR COINS!

// Secondi đŸČ

Preis

Ich glaube das waren genug Neuigkeiten fĂŒr diese Woche, weshalb wir uns sofort dem Preis widmen, der seit letztem Donnerstag nochmal etwas gesunken ist. Das ist kaum verwunderlich bei allem, was im Moment vor sich geht, allerdings, und das sagt ich bereits, wĂŒrde man bei einem solchem Event mit einem viel drastischeren Preisfall rechnen. Dass der Preis relativ stabil bleint, zeigt dass die Fundamentaldaten unverĂ€ndert bleiben und viele private Anleger den niederigen Kurs nutzen, um ihren Stack weiter aufzubauen.

Hashpreis / Difficulty

Hashpreis = Bitcoin Preis / Hashrate. Der von Minern generierte Umsatz pro Tera-Hash. Difficulty ist die mathematisch Schwierigkeit, die eine Blockzeit von ca. 10 Minuten erzeugt.
Leichter AufwÀrtstrend beim Hashpreis

Die Hashrate bleibt unverĂ€ndert hoch. Trotz des fallenden Preises und der niedrigen bis negativen Margen injezieren die Miner weiter krĂ€ftig Bitcoins-Lebenssaft ins System. Die Difficulty ist dabei um weitere 4% zu steigen, was die Margen noch tiefer drĂŒcken wird. NĂ€chste Woche schauen wir uns die direkten Auswirkungen dieser toxischen Lebensumgebung auf die großen Miner etwas mehr an.

Lightning Network Capacity

Lightning Network Capacity zeigt die kumulierte KapazitĂ€t aller Nodes im Lightning-Netzwerk. Die KapazitĂ€t errechnet sich aus der Anzahl von Bitcoin, die zur Öffnung von ZahlungskanĂ€len bereitgestellt werden.
via Mempool.space

// Candy 🍭

Einfach mal mich selbst zitieren 😛

Twitter Account der Woche:

Sehr sehr empfehlenswerter Newsletter

Heute Abend Treffen in Frankfurt, yay!

In diesem Sinne, 2... 1... Risiko!‌

Sven